Microsoft macht Harakiri

Microsoft macht Harakiri

24. Oktober 2008 von Gadgetkiller 

Der Wirtschaft geht es in den USA schlecht, Microsoft geht es in den USA schlecht … und mobilisiert daher nun die Reserven. Die liegen im Gegensatz zu anderen Firmen nicht auf dem Konto von Bill Gates, sondern auf auf den Computern der illegalen User: ab November erhält jeder, der keine legale Version hat, einen schwarzen Hintergrund mit einer entsprechenden Meldung drauf.

Was ist eine illegale Version?

Seit etwa zwei Jahren haben wir mit der Beschaffung von Windows-Maschinen aufgehört (mit Ausnahme von Netbooks). Da wir eigentlich immer Markengeräte gekauft haben, war das Windows schon drauf, doch war es nicht selten XP Home. Das überlebte nicht lange und wurde durch die Professional-Version ersetzt. Diese ist zwar auch legal gekauft, hat aber das eine oder andere Junge bekommen.

Obwohl wir also nun

  • den PC mit einer legalen Windowsversion gekauft haben,
  • Suisa-Gebühren auf jeden HD abliefern,
  • usw …

setzen wir uns nun dem Verdacht der Softwarepiraterie aus. Das rechtliche Risiko ist wahrscheinlich noch eher bescheiden im Vergleich zur Schande, wenn ein Kunde oder ein Bekannter diesen Bildschirm sieht.

Also was tun?

Eine neue legale XP Version (Vista übrigens auch) kostet ca. 200 Stutz. Für das kriegt man bald einen neuen Netbook. Also lösen wir das Problem folgendermassen:

  1. Netbooks
    Wo möglich, installieren wir Ubuntu. Bei den Netbooks ist das soger eher ein Gewinn, als ein Rückschritt.
  2. Spiele PC
    Die lassen wir vorläufig so. Allerdings werden keine neuen Windows-Spiele mehr angeschafft. Die Zukunft gehört damit der Playstation. Vielleicht aber gibt es noch eine Software, mit der man diesen Mist deinstallieren kann?
  3. Server
    Hier ist das Problem noch nicht akut, da die “Retorsionsmassnahmen” nicht auf Windows-Server angewandt werden. Leider verfügenLinux-Server noch kaum über graphische Oberflächen. Es mag zwar auch ohne gehen, aber der “Gelegenheit-Admin” hat sicher nicht Bock, wegen einem Fileserver einen Kurs zu besuchen.
  4. Branchenspezifische Anwendungen
    Ja leider, so was haben wir und es läuft nur auf Windows. Tja, da werden wir den sauren Apfel beissen müssen und allenfalls dann noch noch ein neues Betriebssystem kaufen. Aber warum nicht gleich einen neuen Netbook mit XP drauf?
Microsofts-Ende damit absehbar
Zwar mag keiner Aktientipps, schon gar nicht in der heutigen Zeit, aber von Microsoft-Aktien würde ich die Finger lassen. Erstens liefert die Firma seit Jahren nichts Neues, mal abgesehen vom Flop Vista, welches nächsten Jahr bereits wieder ersetzt werden soll. Zweitens lebt diese Firma vom Verkauf von Betriebssystemen und Software. Ausser dem Flugsimulator gibt es nichts, was man in vergleichbarer Qualität auch irgendwie sonstwie bekäme. Mit dieser neuen Massnahme wird daher sich die Verbreitung von Linux (Ubuntu) explosionsartig vermehren.

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